Auf dieser Seite gibt es einen kleinen Bericht vom Iron Butt,
den Andreas , Ralf und Stefan am 03.06.2010 gefahren sind

Die Iron Butt Association, mit weit über 39.000 Mitgliedern, ist eine exklusive Gruppe von Motorradfahrern,
die sich dem Sport des sicheren Motorrad Langstreckenfahrens verschrieben hat.
Die Heimat der IBA ist die USA, allerdings gibt es tausende von begeisterten Mitgliedern rund um den Globus.
Die IBA Germany ist der offizielle "verlängerte Arm" der Iron Butt Association hier in Deutschland.
Es gibt keine Vereinsstatuten und keine Jahresbeiträge, um Mitglied in der Iron Butt Association zu werden,
musst Du einen sogenannten IBA Certificate Ride erfolgreich absolvieren.
1000 Meilen (1610 km) in 24 Stunden ... oder auch mehr.
Mag sein, dass das nicht jedermanns Sache ist, aber viele, die es einmal versucht haben, sind dabei geblieben.
Quelle:ibagermany.de
Hier könnt ihr den Live Ticker direkt vom Butt auf Facebook verfolgen
Iron Butt, oder…warum tut man(n) sich so etwas an?
Diverse Geschichten über abenteuerliche Langstreckenfahrten, faszinieren schon seit beginn des Zeitalters der Motorbetriebenen Zweiräder die Menschen und spornte immer wieder einige wenige dazu an,
Ihre eigenen Erfahrungen mit Zeit und Entfernungen zu machen!
„Warum tut man(n) sich so etwas an?“, diese Frage kommt immer wieder auf! Selbst bei kurzen Pausenstopps, bei welchen diese Frage von Passanten gestellt wird,
kommen da so manche Zweifel in den Sinn, da bei den heutigen Spritpreisen, den steigenden Umweltbelastungen und diversen anderen Einflüssen auf die Menschen,
ein solches Vorhaben schon alleine in Bezug auf den ökologischen Faktor, für viele unserer Mitmenschen keinerlei Sinn macht.
Seltsamer Weise, bekamen wir auf unserer Fahrt, keinerlei Kritik zu spüren! Aber Kritik oder auch andere negative Reaktionen oder Antworten unserer Mitmenschen werden kommen. Darauf könnte ich einen LASS…!
Wie unser Weg begann:
Unser Weg begann, wie könnte es auch anders gewesen sein…mit einer Recherche über Langstreckenfahrten im WWW. Hierbei wurde auch die IBA Germany gefunden und
es stellte sich heraus, dass es mehr „Verrückte“ gab, wie gedacht und es nach erfolgreich abgeschlossener Fahrt, noch obendrauf eine schöne Urkunde und die Aufnahme in eine Weltweite Vereinigung von Langstreckenfahrern winkt.
Die Strecke:
Die Vorgeschichte, wie es dazu kam, das wir 3 uns auf den Weg machten uns den Saddle Sore(Sattelschmerz) über 1610KM zu holen ,
(welches 1000 Meilen entspricht),ist ziemlich schnell erzählt.
Auf dem Stammtisch am 13.02.2010 berichtete Andreas (Bikerbubi) von Langstreckenfahrern ,
die in einer vorgegebenen Zeit eine bestimmte Anzahl von Kilometern ableisten müssen.
Die strengen Richtlinien der Iron Butt Association könnt Ihr hier nachlesen.
Ralf (roffi) war von dem Thema gleich so angetan, das er dies in Form eines Postings im Forum gleich kundtun musste.
Andreas und Stefan (spooner) waren gleich dabei, wenn es darum ging etwas ganz verrücktes und eigentlich sinnfreies zu tun.
Der Winter 2009/2010 war ja auch ziemlich lang und hart, die Sehnsucht endlich wieder mal Biken zu können war groß
und die Aussicht auf den Frühling mit endlich besserem Wetter im Moment sehr gering.
Also wurde schon fleissig an verschiedenen Routen geplant, um die langen Winterabende verkürzen zu lassen.
Eine Woche vor dem entgültigen Termin für unserem Angriff auf den "Eisenarsch",
kam dann von Stefan die Idee den 03.06.2010 als
Starttermin zu setzen, wenn das Wetter mitspielt.
Zum einen war das Wochenende durch Fronleichnam und den Brückentag verlängert,
zum anderen sind die Tage im Juni recht lang.
So das man die Zeit bei Tageslicht zu fahren, recht gut ausnutzen kann.
Jetzt musste nur noch das Wetter mitspielen, die Prognosen schienen aber schon mal sehr gut zu sein.
Zwei Tage vor dem geplanten Termin wurden die Wettervorhersagen schon genauer
und es sollte nur im äusserstem Südosten mit kräftigem Regen zu rechnen sein.
Für den Norden und den Westen waren die Aussichten also perfekt.
Schnell wurde sich dann am 01.06. bei Stefan getroffen um die Finale Iron Butt Route auszuarbeiten.
Wir waren uns sehr schnell einig, das wir eine Route planen mussten,
die über die nördliche Hälfte unserer Republik gehen würde.(siehe weiter oben)
Das Ding war gebongt und wir voller Motivation, am Fronleichnamstag Morgens um 04:00h zu starten.
Damit jeder die Tour quasi "Live" mitverfolgen kann, gab es dann noch einen Ticker mit kurzen Berichten auf Facebook
Tour-Protokoll:
Wetzlar, 03.06.2010, 04:08h bei KM 0 am Start
Die Motorräder sind gerade frisch aufgetankt worden , um sich den 1. Tankbeleg zu sichern.
Dieser wird benötigt, um als Beweis für den Start zu dienen.
Das aufgedruckte Datum mit der Uhrzeit ist unsere offizielle Startzeit, von jetzt an bleiben uns genau 24h um die 1610KM zu absolvieren.
Unsere Frauen sind auch vor Ort, um uns zu verabschieden. Zudem brauchen wir ja Ihre Unterschriften, da Sie gleichzeitg unseren Start protokollieren.
Jetzt geht es endlich los, durch Wetzlar hindurch und bei Asslar auf die A45 in Richtung Dortmund.
Der Morgen graut so vor sich hin und bei Siegen erwartet uns auf der Autobahnbrücke ein grandioser Sonnenaufgang.
Im Tal darunter liegt noch der Nebel bis unter die Brücke, wir schweben förmlich über den Wolken hinweg.
Bei Wenden biegen wir westlich Richtung Köln ab.
Die Autobahn ist um diese Uhrzeit noch sehr frei und wir kommen sehr gut vorran.

Köln, 03.06.2010, 05:46h bei KM 145
Hier gilt es uns wieder einen Tankbeleg zu holen, außerdem machen wir natürlich unser erstes Päuschen.
Bis hierhin läuft noch alles nach Plan und 20 Minuten später finden wir uns auf der Autobahn wieder, um in Richtung Oberhausen zu fahren.
Der Ruhrpott scheint noch zu schlafen, denn die Bahn ist frei, zum Glück ist in NRW heute auch Feiertag.
Andreas hat seine Kamera am Lenker montiert und schiesst unterwegs ein paar Bilder.
Unseren Knochen, vor allem unserem Hinterteilen geht es gut.
Selbst Stefans linke Schulter scheint noch keine Zicken zu machen.
Wiedmarschen, 03.06.2010, 7:43h bei KM 339
Tank und Pippipause, außerdem wird es jetzt angenehm warm.
Am Rastplatz fragt uns ein interessierter Passant "Wo soll es denn hingehen?".
Nachdem wir im erklärten, das wir nur eine kleine Runde drehen und unsere Tour-Übersicht gezeigt hatten, kam nur die kurze Antwort
"Ihr seit ja verückt".
Danach ging es immer an der holländischen Grenze weiter Richtung Norden.
Wie erwartet ging es super vorran und wir lagen noch in unserem Zeitplan.

Leer, 03.06.2010, 09:06h bei KM 431
Kurz von der Autobahn runter um zu Tanken. Wir sind am nordwestlichsten Punkt unserer Tour.
Von jetzt an geht es Richtung Osten über die A1 an Oldenburg, Bremen, Hamburg und Lübeck vorbei nach Rostock.
Was uns auf dieser Autobahn noch erwarten sollte, wussten wir zum jetzigen Zeitpunkt zum Glück noch nicht.
Bei Bremen kam es dann, wie es kommen musste. Wir fuhren direkt in unseren ersten Stau hinein.
Zum Glück haben wir ja Motorräder, so das wir uns zwischen den Autos hindurchschlängeln konnten.
Jetzt im Stau machte sich Stefans Schulter zum ersten Mal mit Schmerzen auf sich aufmerksam.
Hoffentlich kommt bald die nächste Pause.

Sottrum kurz hinter Bremen, 03.06.2010, 11:09h bei KM 567
Tanken ist angesagt, außerdem ist es jetzt so warm das wir uns entkleiden.
Stefan schmiert sich Schmerzsalbe auf seine Aua-Schulter.
Wieder machen wir Bekanntschaft mit einem netten Herren, der uns auch gleichzeitig auf einen Stau mit Vollsperrung auf der A1 kurz vor Hamburg aufmerksam macht.
Dort sollen wohl 3 LKW in einer Baustelle miteinander verkeilt sein.
Der Verkehr würde von der Autobahn abgeleitet werden.
Na dann mal Prost Mahlzeit,wir machen uns mit einem ungutem Gefühl in der Magengegend weiter Richtung Hamburg

Raststätte Sittensen, 03.06.2010, 11:55h bei KM 580
Nur 13KM hinter unserem letzen Tankstopp erwartet uns das angekündigte Stauende direkt an der Auffahrt zur Raststätte Sittensen.
Zum Glück , wie sich später herrausstellt.
Andi hüpft kurz in die Tankstelle, um sich über den Stau zu informieren.
Nach Aussage des Kassierers käme man wohl mit dem Motorrad durch den Stau.
Wir drei überlegten kurz, was wir machen sollen.Hier am Rastplatz warten, oder versuchen irgendwie weiterzukommen.
Da wir durch den ersten Stau schon im Zeitplan hinterherhinkten, entschlossen wir uns für die Augen zu und durch Variante.
Also rauf auf die Moppeds, links an der Schlange in der Auffahrt vorbei. Um 2 Minuten später feststellen zu müssen, das hier in der Baustelle zwischen den stehenden LKW
noch nicht mal ein 3 jähriger auf seinem Puki-Kinderfahrrad(ohne Stützen) durchgekommen wäre.
Wie dann mit Koffersatz an Stefans U.S.S. Enterprise da durch?
Wir entschlossen uns dann zu drehen und sind wieder zurück an den stehenden Autos auf den Parkplatz.
Zum Glück waren wir ja noch in der Auffahrt.
Bei der Raststätte nutzten wir dann die Möglichkeit über einen Anliegerweg die Autobahn zu verlassen und in den nächsten Ort zu fahren.
Und jetzt bestätigt sich wieder die Theorie, das der Mensch ein Herdentier ist, denn einige Autofahrer folgten uns sofort.
Über die B3 ging es dann wieder Richtung A1 , um hinter dem Stau wieder auf die Autobahn zu kommen.
Nur um festzustellen, das wir kurz vor Lübeck im nächsten Stau stehen.

Rheinfeld kurz vor Lübeck, 03.06.2010, 14:32 bei KM 715
Tankpause, außerdem könnte man ja mal was Essen.
Wir entscheiden uns für Fast Food einer großen amerikanischen Burgerkette, vielleicht lässt sich ja mit schnellem Essen die verlorene Zeit wieder aufholen.
Für die letzten 148KM haben wir 3h und 10min gebraucht. Wir sind noch nicht mal bei der Hälfte unserer Distanz und Berlin gilt es ja auch noch zu durchqueren.
Langsam kommen die ersten Zweifel, ob wir es zeitlich überhaupt noch schaffen den Iron Butt zu meistern.
Außer Stefans linker Schulter sind wir aber alle noch Fit, irgendwie haben wir uns das schon etwas anstrengender vorgestellt.
Die Burger sind schnell runtergeschlungen, jetzt gilt es verlorene Zeit wettzumachen.Also weiter gehts(hoffentlich ohne Stau).

Spoitgendorf, kurz hinter Rostock 03.06.2010, 16:26h bei KM 868
Wieder mal die obligatorische Tankpause, natürlich werden die Knochen mal gestreckt.
Auf den letzten Kilometern haben wir die Hälfte geschafft,ab jetzt bringt uns jeder Kilometer wieder zurück in die Heimat.
Im Kopf fangen die rechenspielchen an. Wir sind jetzt 12h unterwegs und haben gerade mal die Hälfte geschafft.
Eigentlich wäre auf dem Weg Richtung Berlin nach eine Kaffeepause eingeplant.Wir entschliessen uns diese zu canceln und gleich bis zum nächsten Tankstopp durchzufahren.
So könnte man sich einen kleinen Zeitpuffer rausfahren, zumal hier im Osten die Autobahnen recht frei sind und wir gut vorran kommen.

Hohen Neuendorf bei Berlin ,03.06.2010, 18:08h bei KM 1038
Juhu, wir sind ein paar KM vor Berlin. Nebenbei sind die 1000KM auch voll gemacht.
Wir rechnen nochmal nach , wie wir zeitlich liegen. Kommen dann auch schnell zu der Erkenntniss , wenn nichts mehr dazwischen kommt, sollte es passen.
Jetzt gilt es nur gut durch Berlin zu kommen, sich nicht zu verfahren oder gegenseitig zu verlieren.
Mir kommt es fast vor als hätte man die Autobahn direkt unter Berlin hindurchgebaut. Über die Avus geht es Richtung Flughafen Tegel und weiter grob Richtung Dresden.
Die knappen 50Km die man durch die Hauptstadt braucht verlaufen ohne Zwischenfälle und schnell sind wir auch dem Großstadtgetümmel wieder entflohen.

Schönfeld bei Dresden, 03.06.2010 20:24h bei KM 1223
Die letzte Etappe von Berlin bis hier nach Dresden verlief recht zügig,auf der Bahn war auch nicht mehr sehr viel los.
Wir merken aber sehr schnell, das es hier bis vor einiger Zeit sehr stark geregnet haben muss.
Der Nebel steigt aus den Wiesen herrauf, es sind noch einige Pfützen zu sehen und die Spiegel an den Maschinen sind beschlagen.
An der Tanke kommt dann noch der Kommentar eines Einheimischen "Naaa, jetze wo des Wedda bessa wird ,kommt er wieda aus den Löchern"
Zeit für das Abendessen, da es schnell gehen muss entscheiden wir uns für ein Schnellrestaurant (die mit dem großen gelben M ).
Wie wir so unsere Burger verschlingen, sehen wir einen Hells Angel mit seinem extrem Umbau(sehr lange Gabel,sehr breiter Hinterschlappen) auf den Parkplatz knattern.
Wir können uns nicht vorstellen mit so einem Bock weiter als bis zur nächsten Eisdiele zu fahren, zumal der Tank ein geschätztes Fassungsvermögen einer Red Bull Dose hatte.
Auf dem Weg zu unseren Motorrädern, mussten wir feststellen das der Kerl mit dem Ding wohl gerade aus seiner Heimat Schweden damit unterwegs ist. Ob dem wohl auch der Popo weh tut?
Wir machen uns fertig für die Nachtetappen, schnell wird etwas wärmeres übergezogen , die Sonne entscheidet sich für diesen Tag langsam unterzugehen.
Man merkt gleich das es jetzt richtig frisch wird.
Ralf stellt fest, das sein Helm der einzigste von unseren ist, der auf dem Visier zum Fliegenfriedhof geworden ist.
Ab jetzt geht es Richtung Westen weiter und wir fahren dem Sonnenuntergang entgegen.

Gera, 22:30h 03.06.2010 , 22:30h bei KM 1380
Die A4 gehörte uns auf den letzten Kilometern fast ganz alleine, wir haben richtig Meter gemacht.
Von jetzt an sind wir uns sicher , das wir es schaffen werden.
Nach dem Tanken wird noch schnell mit Stefans Frau telefoniert um unsere ungefähre Ankunftszeit in Wetzlar durchzugeben.
Hier ist es auch wieder bedeutend wärmer als weiter östlich.
Schnell noch die Visiere reinigen, Fotos machen und weiter gehts.
Der nächste Halt ist schon wieder im schönen Hessenland.

Kirchheimer Dreieck, 04.06.2010 00:48h bei KM 1583
Die letzten 200Km von Gera nach Kirchheim,waren die wohl gefühlt längsten der ganzen Fahrt.
Das lag auch wohl daran,das kaum Verkehr auf der A4 vorhanden war und sich etwas Langeweile auf Grund der Monotonie breit gemacht hat.
Der Akku von Stefans Bluetooth-Headset hat nach 18Stunden musikalischer Dauerberieselung zudem auch gerade seinen Geist aufgegeben.
Am Kirchheimer Dreieck dann noch der vorletzte Tankstopp für Mensch und Maschine.
Nach einem Kaffee( für Andi und Stefan übrigens der erste seit dem Start gestern morgen) , ging es wieder frisch gestärkt auf die Bahn.
Nur noch 95Km bis nach Wetzlar, man kann es kaum glauben .
Wir sind nur noch einen Katzensprung von unserem Ziel entfernt.

Wetzlar, 04.06.2010 02:18h bei 1678 KM
Wir sind am Ziel!
Die letzte Etappe von Kirchheim nach Wetzlar lief wie geschmiert.
Keine Müdigkeit,keine Gesäßschmerzen,die Gelenke fühlen sich an wie nach einem Wochenende im Wellness-Hotel.
Alleine der Gedanke kurz vor dem gesteckten Ziel zu sein, schien neue Kräfte zu entfalten.
Schnell noch die letzte Tankquittung ziehen, dann haben wir es geschafft.
Die Uhrzeit treibt uns ein Lächeln ins Gesicht 02:18h , wir haben 22h und 10min benötigt .
Das war zwar länger wie geplant, liegt aber noch unter der vorgeschriebenen 24h Grenze.
Wir sind jetzt echte Eisenärsche!
Nachdem wir von den Frauen begrüßt wurden, gab es noch einen Kaffee .
Es wurden Bilder gemacht und dann ging es endlich nach Hause ins langersehnte Bettchen.
Unser Fazit:
Vor der großen Fahrt hatten wir mächtig Respekt vor dieser Distanz, wir wussten ja nicht was uns erwartet.
Halten sich die Schmerzen in Gelenken und Gesäß in Grenzen, werden wir mit Übermüdung zu kämpfen haben?
Lauter Fragen die wir erst nach der Fahrt beantworten können.
Wenn man sich seine Pausen richtig einteilt(alle 200Km eine halbe Stunde) und so wie wir am frühen Morgen startet und in den Tag hineinfährt, dann sollte es mit Übermüdung keine Probleme geben.
Hilfreich ist es auf jeden Fall, wenn man Sattelfest ist und in der Saison schon einige Kilometer abgespult hat.
Ein weiterer Pluspunkt ist ein geeignetes Motorrad, nicht umsonst sind Tourer auf Langstrecken ausgelegt.
Natürlich kann man auch mit einem Chopper,Sportler oder Streetfighter solche Distanzen zurücklegen, macht die Sache aber wahrscheinlich um einiges härter;-)
Die Iron Butt Association hat sich dem sicheren Langstreckenfahren gewidmet und das sollte man sich bei solch einer Fahrt immer bewusst im Kopf halten.
Wer übermüdet oder sogar rasend seinen SaddleSore absolviert, hat erstens auf dem Motorrad und zweitens in der Iron Butt Association nichts zu suchen.
Wir waren uns vor dem Start alle einig, das niemand von uns das eigene Leben oder das anderer Verkehrsteilnehmer aufs Spiel setzt, nur um nachher die Urkunde in der Hand halten zu können.
Alle die jenigen, welche sich angesprochen fühlen solch einen Run selbst zu fahren, sollten sich dies immer im Hinterkopf behalten.
Das ganze kann gefährlich werden, muss es aber nicht wenn Ihr vernünftig bleibt und nichts mit Gewalt erzwingt.
Wir 3 waren während der gesamten Fahrt ein super Team, das jeweils auf seine Mitfahrer geachtet hat.
Keiner von uns wird bestimmt diese Fahrt je vergessen, natürlich nur mit den schönen Erinnerungen verbunden.
Wir wünschen aber allen Lesern, die sich jetzt angespornt fühlen das mal selbst zu durchleben, jetzt schon viel Erfolg und eine Gute Fahrt.
Und so sieht dann eine Urkunde aus
Hiermit bescheinigen wir Herrn _____________ , das er am 03.Juni 2010
im Rahmen eines SaddleSore 1600K-auf eine Honda Varadero XL 1000
insgesamt 1682 Kilometer in weniger als 24 Stunden gefahren ist.
Seine Fahrt startete in Wetzlar und führte ihn über Köln, Hamburg
und Berlin wieder zurück nach Wetzlar.
Der SaddleSore 1600K wurde nach den strengen Richtlinien
der Iron Butt Association durchgeführt.
Nur eine Hand voll von Fahrern auf der ganzen Welt haben es geschafft,
die Herausforderungen einer solch strapaziösen Fahrt zu bewältigen.
Natürlich gibt es auch ein offizieles Finisher Shirt ;-)
Der Iron Butt in Zahlen:
Gesamtlänge: 1682km laut GPS
Abgelesene Kilometerstände im Tour-Protokoll beziehen sich auf den Tacho von Stefans Honda XL 1000 Varadero,
da dieser die geringste Tachoabweichung mit 1678km Gesamtkilometern hatte.
Gesamtzeit : 22h und 10min
Bundesländer:
- -NRW
-Niedersachsen
-Schleswig Holstein
-Bremen
-Hamburg
-Mecklenburg Vorpommern
-Brandenburg
-Berlin
-Sachsen
- -Thüringen
- -Hessen
3 Staus
Durchschnittsverbrauch/Gesamtkilometer laut Tacho
FJR 1300 A: ca. 5,38 Liter/100 Km ,abgelesener Tachostand 1701KM
Honda Varadero XL 1000V ca 7,38 Liter/100KM, abgelesener Tachostand 1678KM
FJ1200 ca 7,5 Liter/100KM, abgelesener Tachostand 1734KM
Unzählige Burger, ein paar Kaffee,ettliche Liter Wasser,Apfelschorle und Isotonische Getränke, 1 Reifen der es nach der Tour hinter sich hatte

Weiterführende Links:


to be continued